Dressur Kurse

Eckart Meyners Bewegungstraining mit Martin Volesky

Bewegungstraining

Am Wochenende hatte ich wieder die Gelegenheit bei einem Bewegungstraining mit Martin Volesky mit zu machen. Es war mein viertes Eckart Meyners Bewegungstraining und dieser Kurs hat mir bisher auch am Meisten gebracht. Die anderen Kurse sind schon wieder ein paar Jahre aus und in letzter Zeit habe ich auch keine Übungen mehr geturnt. Meine neuen wichtigsten Übungen sind:

  • Übung zur Dehnung der Zwischenrippenmuskulatur und Brustwirbelsäule (für mehr Atemvolumen)
  • Übungen für ein beweglicheres Becken

Ich turne auch fleissig jeden Tag, weil das Reitgefühl seit dem Kurs total verändert ist (zum Positiven!) und möchte das nicht mehr verlieren. 

Nochmal zum Ablauf, für die, die es noch nicht kennen: Man reitet im Trab und Galopp vor und bespricht die aktuellen Probleme, die man im Moment beim Reiten hat (zb. bei mir das Problem mit Angaloppieren links und dass ich generell im Galopp das Gefühl hatte, nicht richtig mitschwingen zu können). Dann wird geturnt & gedehnt und zum Vergleich reitet man dann wieder einige Runden im Trab und/oder Galopp. Eine Einheit dauert ca. 45 Minuten – man ist aber den Großteil der Zeitr am Boden/ bzw. auf der Gymnastikmappe unterwegs.

Martin Volesky hatte diesmal auch noch ein Aufwärm-Programm für uns parat, das man leicht mit einer Runde Pferd führen in der Halle machen kann. Dabei geht man einfach  auf den Zehenspitzen, dann auf der Ferse, dann an den Außenkanten und mal auf den Innenkanten – das Ganze immer wieder abwechselnd. Einfach und effektiv!

Woran haben wir gearbeitet:

  • Zwischenrippenmuskulatur öffnen und die Atmung verbessern
  • Cross-Koordination verbessern
  • Reittechnik beim Angaloppieren – Stichwort „Durchsetzen was ich möchte“

In diesem Video seht ihr, wie wir an meinen Cross-Koordinativen Fähigkeiten arbeiten: am Besten geht das mit der Übung „Fahne“ am Boden. Es sieht sehr viel einfacher aus, als es ist! Warum mein Kopf so rot ist? Weil wir vorher schon so viele Übungen gemacht haben, bei denen wir meine Atmung zu verbessern versucht haben 🙂

Der Balimo Hocker

Wir arbeiteten auch an meiner Reittechnik, da hier nicht mehr Veränderung am Sitz notwendig war. Somit bekommt man zur Sitzschulung auch gleich „normalen“ Reitunterricht dazu, der sich aber immer auf feine Hilfengebung bezieht. Die Galopphilfe habe ich davor als Trockenübung am Balimohocker geübt und verinnerlicht.

Der Balimo-Hocker ist ein speziell beweglicher Stuhl, der durch seine dreidimensional bewegliche Sitzfläche die Mobilität der gesamten Wirbelsäule fordert. Körperliche Dysbalancen werden in Balance gebracht. Alleine schon das Sitzen auf dem Balimo Hocker richtet den Körper auf und balanciert ihn mehr aus!

Für den Reiter bringt der Balimo Hocker folgende Vorteile:

  • verbessert die Haltung des Reiters
  • mobilisiert und erweitert die Beweglichkeit des Beckens
  • erhöht die Konzentration

Mit einem beweglichen Becken kann man den Takt für das Pferd richtig vorgeben und die Bewegung des Pferderückens in jeder Gangart besser fühlen und mitschwingen. 

Galopphilfe am Balimo Hocker üben

  • Stell dir vor, du sitzt auf dem Zifferblatt einer Uhr. Um mehr Beweglichkeit in dein Becken zu bekommen, kippe von 6 auf 12 und wieder zurück bis zum Anschlag, dann seitlich von 6 auf 3 bis zum Anschlag und zurück.
  • Um die Galopphilfe zu simulieren, kippe das Becken von 6 auf die 10 oder 2, je nachdem ob du links oder rechts angaloppieren möchtest.

 

Und noch ein Video nur mit dem Snaix Rad – meine neues Lieblings-Therapiegerät:

Sollte eine Bewegungstraining bei euch in der Nähe sein, anmelden & mitmachen, ich kann es nur jedem empfehlen! Für alle, die noch mehr Videos sehen möchten,  habe ich eine Playlist auf YouTube erstellt.

Ich habe auch 2015 wieder einen Kurs besucht. Diesmal ging es hauptsächlich um das Lösen der Faszien mit der Blackroll und die Verbesserung des Sitzes im Galopp.

Exkurs – Was sind Faszien?

Ich stelle mir die Faszien in meinem Körper immer als feines Spinnennetz vor – die Häute bestehen aus Bindegewebe und durchziehen den gesamten Körper und sind alle miteinander verbunden. Deswegen kann beispielsweise durch eine Lösungs der Faszien an einer Stelle auch ein Problem an einer ganz anderen Stelle verbessert werden. Karo von den Pferdefreunden hat in ihrem Artikel noch einmal genau das Thema „Faszien beim Pferd“ beschrieben.

Die Übungen

  • Übung 1: Dehnung der Oberschenkelseite Vorderseite (sehr effektiv für Leute, die genauso wie ich einen sitzenden Beruf ausüben)
  • Übung 2: noch mal Dehnen der Oberschenkel in einer verstärkten Version
  • Übung 3: sieht extrem lustig aus, ist schmerzhaft und anstrengend und dehnt noch mal 🙂 (viel Spaß beim Nachturnen!)
  • Übung 4: gestaltet sich dann schon einfacher, wenn man die anderen Übungen davor brav gemacht hat (Aufpassen, dass das 2. Bein schön gerade gestreckt bleibt und nicht in die andere Richtung ausweicht)
  • Übung 5: diese Übung ist angenehm – sieht einfach aus, man braucht aber etwas Koordination dazu. Dabei wird die Hüfte gelockert (ich habe links immer mehr Probleme als rechts)

Tag 2 – Übungen mit der Blackroll

Die Blackroll ist eine Schaumstoffrolle, mit der man die Faszien und Muskelverspannungen lösen kann. Durch die regelmäßige Anwendung wird die Durchblutung gesteigert und die Muskeln können sich nach einem Training wieder schneller regenieren. Ich habe mit meine Blackroll bei Amazon bestellt (und zwar diese hier), sie wird mit einer DVD und einem Poster mit Übungen geliefert. Da ich nach dem Kurs mit Martin schon genug Übungen für das tägliche Training habe, habe ich aber weder DVD noch Poster bisher gebraucht. Man kann die Blackroll auch für Gleichgewichtsübungen, zur Kräftigung oder zur Selbstmassage benutzen – wenn man beispielsweise am Rücken darüber rollt, hat es einen wunderbaren Massageeffekt! Nach einem Tag im Büro tut mir das sehr gut und ich fühle mich danach wieder ein paar Centimeter größer und besser ausbalanciert.

Die Übungen, die ich im Kurs gemacht habe, sind wieder speziell zur Verbesserung des Sitzes im Galopp gedacht:

  • Übung 1: „Rolling like a ball“ – diese Übung kenne ich bereits aus dem Pilates, in der gezeigten Variante macht man sie aber in alle Richtungen und nicht nur vor und zurück. Man kugelt quasi wie ein kleiner Käfer auf der Matte herum. Anfangs geht es in eine Richtung leichter oder schwerer, man sollte so lange rollen, bis es sich überall gut anfühlt. Und ruhig mal übertreiben und sich trauen auch über die Seite zu rollen.
  • Übung 2: Wir testen meine Dehnfähigkeit der hinteren Oberschenkelmuskulatur und Martin kommt zu dem Ergebnis, dass diese verbessert gehört. Autsch.
  • Übung 3: Mit der Blackroll gehen wir dann ran an die Faszien. Mittlerweile mache ich diese Übung wirklich gern, am Kurs war sie sehr unangenehm.
  • Übung 4: hier seht ihr das Rollen über den Rücken
  • Übung 5: Rollen auf der Innenseite der Oberschenkel. Diese Übung sieht wieder extrem lustig aus, ich weiß. Für mich war sie anfangs sehr schwer, weil ich komplett verspannt war. Nach 4 Wochen und täglichem Üben wird es nun besser – Martin meinte damals, es sollte nach 2 Wochen schon besser sein ..

 

Meine Buchtipps und die Blackroll*:

 

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