Ausreiten Blume Kurse

Kursbericht: Orientierungsreitkurs für Einsteiger

Karte und Kompass

Orientierungsreitkurs – Kurstag 1

Iris Muhm veranstaltete am Wochenende einen Orientierungsreitkurs für Einsteiger. Unter den 10 Teilnehmern waren allerdings auch einige ältere Hasen dabei, die schon bei einigen Ritten mitgemacht haben.  War ja nicht schlecht, weil so wurden auch immer gleich praktische Bsp. aus den letzten Ritten erklärt.

Zuerst standen einmal eine Reihe theoretischer Themen an des Tagesordnung:

  • Was versteht man unter einem Orientierungsritt?
  • Welche Ausrüstung benötigt man? Welche Gebisse und Sättel sind empfohlen? 
  • Welche Hilfstmittel zur Orientierung darf man verwenden?

Es hat sich einiges getan in den letzten Jahren im Orientierungs-Reitsport und ich habe sehr viel Neues erfahren. Iris hatte auch Kartenmaterial von Ritten aus Frankreich und England mit und ich muss sagen, wir Österreicher sind echt armselig dran, was unser Kartenmaterial betrifft. Bei uns ist die Hälfte entweder gar nicht, falsch oder zu fett eingezeichnet.

Die Auffrischung im Umgang mit Kompass und Karte hat mir auch gar nicht geschadet und nun habe ich endlich verstanden, was es mit diesen Marschzahlen auf sich hat. Wir durften dann eine kleine Orientierung zu Fuss bestreiten, damit der Umgang mit dem Kompass danach am Pferd leichter fällt.

Am Nachmittag ging es dann in 2 Gruppen los raus ins Gelände, wo wir abwechselnd die Gruppe anführen mussten.

Man merke: Nie blind auf den Vorreiter verlassen, weil hier passieren sehr schnell Fehler. Der erste Tag verging echt wie im Flug, Blume war auch superbrav. Sie hat nicht einmal gewiehert, sondern brav auf ihrer Koppel gewartet und sie ist auch ausreittauglich mit fremden Gruppen, wie sich nun herausgestellt hat. Was wir aber dringend üben müssen: Ruhig stehen bleiben. Speziell wenn einige fremde Pferde mit sind, kann sie keine Sekunde still halten, damit ich mit dem Kompass nachmessen kann. Kartenlesen schaffe ich ja auch bei Herumgezapple, aber das muss ja eigentlich auch nicht sein. Das Heimreiten ging dann auch sehr flott. Ich wusste gar nicht, dass solche Energien in ihr stecken und ich fiel am Abend todmüde ins Bett.

Orientierungsreitkurs – Kurstag 2

Am nächsten Tag gab es gleich in der Früh ein Schockerlebnis für mich: ich biege ums Eck und öffne das Tor des Offenstalls und Blume erschrickt so arg, dass sie beim Umdrehen ausrutscht und mit allen 4 am Boden landet. Resultat: Abschürfung auf der Hüfte und an den Fesselgelenken. Sie stand gottseidank gleich wieder auf, aber zitterte noch am ganzen Körper- an einen Kurs war natürlich in dem Moment nicht mehr zu denken, ich war froh, dass ihr nicht mehr passiert war. Ich versorgte die Wunden, stellte sie auf die Koppel. Ich habe uns natürlich auch noch beide mit Notfalltropfen zugedröhnt und bin ohne Pferd zum Kurs aufgebrochen. Am Abend ging es ihr dann schon wieder sehr gut, alle Knochen sind heil geblieben und dank grünem Licht, Effektiven Mikroorganismen und Propolissalbe verheilen die Wunden sehr gut.

Eine nette Kursteilnehmerin namens Claudia aus Alkhoven hat mir dann ihr Isi-Pony Crazy Chips für den Rest des Tages geliehen, weil sie sowieso 2 Pferde mit hatte und Isi-Pony sonst allein in der Box bleiben hätte müssen. Ich hätte sonst einfach den Rest des Tages zugesehen, aber so war es gleich noch mal lustiger.

Am Vormittag standen die Hindernisse der P.T.V. auf dem Programm.

Zuerst gingen wir wieder alle Hindernisse theoretisch durch und danach gab es folgende Hindernisse zum Ausprobieren: Labyrinth, Slalom, Gang, Unbeweglichkeit, Hecke, Rückwärtsrichten. Ich freue mich schon, wenn ich mir daheim mal einen Gang auflege und das mit Blume noch mal üben kann. Der Slalom sieht auch immer einfacher aus, als er dann eigentlich ist. Ein Kursteilnehmerin konnte den Slalom mit ihrem Pferd Silver extrem lässig im Galopp mit Galoppwechseln durchreiten. Superschön zum Zuschauen!

Mittags gab es dann eine Lecker-Grillerei  und am Nachmittag ging es dann in kleinen Gruppen los auf einen „richtigen“ OR-Ritt. Die Karte mussten wir selbst abzeichnen, sprich hier sollte man sich schon mal keinen Fehler erlauben. Ich war mit Beautiful-Isi Pony Wallach Chips im einem 3er-Team bestehend aus Claudias unterwegs. Die Strecke war anfangs leicht zu finden und wurde aber dann in einem Waldstück total kniffelig und an einer Stelle auch sehr steil. Den Kontrollpunkt im Wald haben wir dann nicht genau gefunden, aber zumindest sind wir heil aus dem Wald wieder herausgekommen und haben uns nicht auf die GIS verirrt.

Es war wirklich ein sehr schöner Orientierungsreitkurs mit netten Leuten, tollem Wetter und vielen interessanten Infos!

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