Mauke

Bei Mauke (equine pastern dermatitis) handelt es sich um eine Hauterkrankung, die den kaudalen Abschnitt der Fessel betrifft, sich aber auch auf der gesamten Gliedmaße ausbreiten kann.

Erscheinungsbild und Ursache für Mauke können sehr unterschiedlich sein und nicht immer sind Bakterien wie Dermatophilus congolensis, Staphyloccocusmspp., Milben oder matschige Ausläufe die Erstursache für eine Maukeerkrankung. Wird die Mauke chronisch, können Hautverdickungen und auch Ödeme auftreten, schlimmstenfalls kommt es in einer akuten Phase auch zur Lahmheit.

Überblick über gängige Mittel im Einsatz gegen Mauke

Um dir einen Überblick über die gängisten Mittel zur Mauke Behandlung zu geben, habe ich alle Produkte aufgelistet, die ich mehr oder weniger erfolgreich im Einsatz hatte:

 

Ich persönlich bin nicht der Meinung, dass man Mauke nur mit äußerlichen Mitteln heilen kann. Die oben gelisteten Mittel halfen nur kurzzeitig und die Mauke kam immer wieder zurück! Warum? Weil ich die Mauke nur oberflächlich behandelt und nicht die Ursache gesucht und abgestellt habe.

 

Mauke

Welche Ursachen kann Mauke haben?

Die Haut ist die größte Hilfsniere ist des Körpers – ist die Nierenfunktion gestört werden anfallende Abfallstoffe über die Haut ausgeschieden. Dadurch kann es zu Juckreiz oder ersten kleinen Hautverletzungen kommen und im nächsten Schritt zur Maukebildung. Frühe Anzeichen einer schwachen Niere können zum Beispiel stumpfes Fell, schlechter Fellwechsel, Mauke, Raspe, Hufabzesse, Strahlfäule, Allergien, schlechte Wundheilung oder auffälliges Schwitzverhalten sein. Zu proteinreiches Futter, Toxinbelastungen wie Schimmelbefall im Heu oder Medikamentengaben können die Niere zusätzlich belasten.

Die Ursachen für Mauke können also sehr unterschiedlich sein – in meinem Fall war der Stoffwechsel von Blume durch die Funktionsstörung der Leber und die KPU und den daraus resultierenden Zinkmangel geschwächt.

Stress kann auch einer der Ursachen für eine Hauterkrankung sein – die Haut ist der Spiegel der Seele. Stehen Pferde permanent unter Stress und kommen nicht zur Ruhe, wird das Immunsystem geschwächt und auch die Niere dauerhaft geschädigt.

Die Auslöser für Stress können genau so vielseitig sein:

  • Unruhe in der Herde
  • zu wenig Ausweichmöglichkeiten im Offenstall
  • Rangeleien um den besten Platz an der Heuraufe
  • Besitzer,- oder Stallwechsel
  • Stress beim Training

Wie kannst du innerlich dein Pferd gegen die Mauke unterstützen?

Auf alle solltest du zuerst abklären, ob eine KPU die Ursache sein kann. Danach ist in den meisten Fällen eine Futterumstellung und zusätzliche Gaben von Mineralien notwendig. Das sprichst du am besten mit deinem Tierarzt ab!

Ein Blutbild kann auch in den meisten Fällen sehr sinnvoll sein. Kann Stress eine mögliche Ursache sein, können Bachblüten oder eine Cranio Sacral Balance helfen. Die Stressauslöser sollten auf alle Fälle gefunden und abgestellt werden. Auch wenn das einen Stallwechsel bedeuten kann, weil sich dein Pferd in der bestehenden Herde nicht wohl fühlt. Bedenke immer auch, dass jeder Umzug auch Stress für ein Pferd ist und es bis zu einem Jahr dauern kann, bis eine Herde stabil ist.

Die Ursache zu finden und abzustellen ist das wichtigste! Bitte sprecht euch hier gut mit eurem Tierarzt ab.

Was könntest du dazu noch äußerlich machen?

Ich habe einige Tage die Maukestellen mit Silberkolloid / kolloidalem Silber besprüht, um alles an Keimen abzutöten. Das hilft besonders gut, wenn man sowie ich vorher schon sehr viel an Cremes und unterschiedlichen Mitteln probiert hat. Danach habe ich täglich mindestens einmal mit EMa eingesprüht (damit kann sich die Hautflora wieder aufbauen und regenerieren) und für eingerissene Stellen habe ich eine Zinksalbe oder Bachblüten Notfallsalbe verwendet, diese Salben halten die Haut geschmeidig.

Empfehlen kann ich persönlich außerdem die Derma Force Cream von Horsehouse. Leider gibt Horsehouse nicht genau an, was in der Salbe enthalten ist, aber sie hat sich bei meinem Pferd als sehr gut verträglich herausgestellt und fördert das Haarwachstum wirklich gut. Wichtig ist auch, an den kahlen Stellen wieder für gute Durchblutung zu sorgen

Quellen: Vortrag Mauke, Raspe, Sommerekzem von Dr. Christina Fritz, Hauterkrankungen bei Pferden – Marianne M. Sloet van Oldruitenborgh-Oosterbaan

Hinweis: bei diesem Beitrag handelt es sich um einen persönlichen Erfahrungsbericht und ist keine Anleitung zur Therapie – bei Erkrankungen immer den Tierarzt hinzu ziehen!