Jakobs-Kreuzkraut – giftig für Pferde

Das Jakobs-Kreuzkraut (Senecio jacobaea) ist eine sehr anspruchslose Pflanze, die sich leider immer weiter ausbreitet. Sie ist eine Gefahr für alle Pflanzenfresser, aber auch für Vögel. Während meines letzten Urlaubs in Irland habe ich sehr viele Pferde,- und Kuhweiden gesehen, die voll mit Jakobs-Kreuzkraut waren. Die Pflanzen blieben auf den abgefressen Weiden gottseidank stehen, da die Weiden groß genug sind und die Pferde genügend Futter finden.

Erkennungsmerkmale des Jakobs-Kreuzkrauts

  • Größe: 30 – 120 cm
  • Blütezeit: Juni – September
  • Erkennungsmerkmale: gelb, meist 13 Zungenblätter, 13 Kelchblätter, 60-80 Röhrenblüten

Weitere Bestimmungsmerkmale findet ihr auch unter von www.botanikus.de.

Jakobs-Kreuzkraut enthält Pyrrolizidinalkaloide, darunter vor allem Jacobin und Senecionin. Durch eine Umwandlung dieser Alkaloide mittels Enzymen in der Leber kommt es zur Bildung der eigentlichen Giftstoffe.

Diese Giftstoffe sind krebserregend, erbgutschädigend und hohe Dosen des Gifts wirken schädlich auf das Zentrale Nervensystem, die Lunge und die Nieren.

Jakobs-Kreuzkraut

Giftigkeit von Jakobs-Kreuzkraut

Die Pflanze verliert weder im Heu noch in der Silage oder Heulage ihre Giftigkeit. Im Heu ist die Pflanze für die Pferde noch schwieriger zu erkennen und auszusortieren, da sie nicht mehr bitter schmeckt. Pferde können sie genauso wenig aussortieren, wie die Herbstzeitlose

Pferde und Rinder reagieren besonders empfindlich auf das Jakobs-Kreuzkraut. Die letale Dosis bei Pferden liegt bei 40 bis 80 g Frischgewicht (FG) je kg Körpergewicht.

Die Vergiftungserscheinungen sind unter anderem Gewichtsverlust, schlechte Leberwerten, kolikartige Symptome oder unkoordinierte Bewegungen. Karo von Pferdefreunde beschreibt die Gefährlichkeit des Jakobs-Kreuzkraut in ihrem Beitrag noch einmal sehr genau und geht auch noch näher auf die Vergiftungserscheinungen ein. Saskia von Pferdespiegel  beschreibt noch genauer, wie ihr die Pflanze im Heu erkennt.

Verbreitung des Jakobs-Kreuzkraut vermeiden

Leider reicht einfaches Abmähen nicht aus, da schon die jungen Triebe der Pflanze die Giftstoffe enthalten und sie sich dadurch auch nicht eindämmen lässt. Die Pflanze muss komplett ausgestochen werden. Wenn man Jakobs-Kreuzkraut aussticht, darf man die Pflanzenreste nicht auf den Misthaufen oder Kompost werfen, sondern muss alles sorgfältig verbrennen. Die Samen könnten sich sonst weiterhin aus breiten. Auch kleine Wurzelteile können wieder zum Austreiben beginnen und zu einer neuerlicher Vermehrung der Pflanze führen.

Zur Bekämpfung von größeren Flächen gibt es weiterführende Informationen beim Arbeitskreis Kreuzkraut e. V.